Denkmal für die Shoah-Opfer aus Luxemburg

Ein luxemburgischer Künstler hatte die Idee für das Denkmal.

Das war 1969.
Der Künstler hieß Lucien Wercollier.
Das spricht man so aus: Lüssia Wärkolje.
Er war ein politischer Gefangener in einem Konzentrations-Lager.
Das Logo von Fünfbrunnen sieht so aus wie das Denkmal.

Das Denkmal ist aus Steinblöcken.
Die Steinblöcke kommen aus einem früheren Konzentrations-Lager. Das Konzentrations-Lager war im Elsass in Frankreich.
Es hieß Natzweiler-Struthof.
Bei dem Denkmal ist jedes Jahr eine Gedenkfeier.
Das ist für die Opfer von der
Shoah

1965 wird die Vereinigung Amicale des Rescapés et des familles de disparus d’Auschwitz gegründet. Diese schlägt 1966 die Anbringung einer Gedenktafel in Fünfbrunnen zur Erinnerung an die Opfer der Shoah aus Luxemburg vor. Schließlich wird ein Denkmal errichtet, das am 6. Juli 1969 in Anwesenheit von Vertretern der luxemburgischen Regierung sowie des luxemburgischen Oberrabbiners und des Bischofs eingeweiht wird. Enthüllt wird es von Groβherzog Jean.

Das Monument wurde vom luxemburgischen Künstler und ehemaligen KZ-Häftling Lucien Wercollier (1908–2002) entworfen. Es besteht aus Steinblöcken des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof (Elsass, Frankreich), die eine asymmetrische Säule bilden, um unfertig zu wirken, so als ob sie mühevoll von einem geschwächten KZ-Häftling aufgebaut worden wäre. In jeden Block der Säule ist jeweils ein hebräischer Buchstabe eingraviert: taw (ת), nun (נ), sade (צ), beth (ב) und he (ה). Dies sind die Initialen folgenden Satzes aus dem Buch Samuel: „So wird die Seele meines Herrn eingebunden sein im Bündlein der Lebendigen bei dem Herrn, deinem Gott.“ (Samuel I, 25,29)

Jedes Jahr am ersten Julisonntag findet in Fünfbrunnen eine vom Comité Auschwitz Luxemburg (Nachfolgevereinigung der Amicale des Rescapés et des familles de disparus d’Auschwitz) organisierte Gedenkfeier zur Erinnerung an die Opfer der Shoah aus Luxemburg statt.